AKtion November 2023

Die Vorarlberger Monatszeitung für Arbeit und Konsumentenschutz

Gemeinsam stark Der Countdown zur AK Wahl 2024 hat begonnen.

Die Vorarlberger Monatszeitung für Arbeit und Konsumentenschutz

Mehr dazu auf Seite 2 /3

November 2023 Nr. 9/2023, XXXVII. Jahrgang Zugestellt durch Post.at

„Entlastung jetzt!“ - Parlament der AK fordert dringend Hilfen

Ob viel zu teures Wohnen, zu hohe Lebenshaltungs­ kosten, gefährdete Arbeitsplätze oder unfaire Löhne – die Menschen brauchen Hilfe und Entlastung, und das so schnell wie möglich. Deshalb forderte Vorarlbergs Arbeitnehmerparlament die Politik dringend zum Handeln auf.

VOLLVERSAMMLUNG. „Die In­ flation ist zu hoch, der Wohnraum zu knapp, die Kreditzinsen steigen, es fehlt an Personal in der Pflege, in Kinderbetreuung, Schulen …“ – AK Präsident Bernhard Heinzle zeich­ nete in seiner Rede zur 192. Vollver­ sammlung der Vorarlberger Kam­ mer im November ein dramatisches Bild der Lage. Seit Jahren etwa stöhnen die Menschen in Vorarlberg unter den hohen Baukosten und Mieten. Und es wird immer schlimmer: „Kein Tag vergeht, an dem nicht Frauen und Männer völlig ratlos bei der AK Zu­ flucht suchen“, berichtete Heinzle. „Die Menschen stemmen die Belas­ tungen nicht mehr.“ Und die Poli­ tik? „Die agiert einfach zu langsam!“ Auch AK Vizepräsidentin Manuela Auer unterstrich: „Baustellen gibt es genug.“ Sonderwohnbaupaket gefordert Damit diese Baustellen endlich an­ gepackt werden, schickte die AK Vollversammlung einen dringli­ chen Appell an die Politik im Land – eine gemeinsame Resolution, ge­ troffen von allen Fraktionen des 70-köpfigen Vorarlberger Arbeit­ nehmerparlaments. Sie greift die essenziellen Wohnsorgen und die Forderung nach politischem Han­ deln auf und fordert effektive Maß­ nahmen von der Landesregierung: Der Kauf von bebauten und unbe­ bauten Baugrundstücken soll be­ willigungspflichtig werden. Eine Bodenwertabgabe würde die Bau­ landhortung unattraktiv machen.

Die Errichtung von jährlich wenigs­ tens 1000 gemeinnützigen Miet- und Miet-Kauf-Wohnungen bis 2030 würde dringende Abhilfe schaffen. Die Zweckbindung der Wohnbauför­ derung würde künftig verhindern, dass jedes Jahr 40 Millionen Euro im Landesbudget versickern. Armut bekämpfen Mit den existenziellen Sorgen und Nöten insbesondere der Kinder und Jugendlichen im Land befasst sich eine zweite Resolution, die das Par­ lament verabschiedete. „Es droht die Verarmung breiter Bevölkerungs­ schichten“, heißt es darin. Gefordert wird deshalb der Ausbau öffentli­ cher Leistungen für Kinder und Ju­ gendliche und das Ziel, die Armut in Vorarlberg bis 2025 zu halbieren. Zehntausende Anfragen an AK Dass diese sehr wohl ein tatsäch­ liches, großes Risiko darstellt, be­ legte AK Direktorin Eva King: „Die Zahl der Menschen, die nicht mehr klarkommen, hat sich verdoppelt.“ Das schlägt sich in den Beratungs­ zahlen nieder: Allein 8300-mal wurde im vergangenen halben Jahr das Arbeitsrecht zurate gezogen, rund 2000 Familien baten die AK um Hilfe, an die 10.000-mal musste der Konsumentenschutz für Hilfe­ suchende ins Feld ziehen. Diese immense Leistung eines kleinen, schlagkräftigen Teams ist allerdings nur möglich, wenn die nötigen Mit­ tel zur Verfügung stehen. Daher ver­ abschiedete die Vollversammlung mit den Stimmen aller Fraktionen

„DIE POLITIK MUSS SCHNELLER AGIEREN!“ AK Präsident Bernhard Heinzle schickte bei der 192. Vollversamm- lung des AK Parlaments eindringliche Worte in Richtung Landhaus. Bereits jetzt melden sich täglich ratlose Vorarlberger:innen bei der AK, die mit dem Rücken zur Wand stehen und nicht mehr weiter- wissen. Ein Sonderwohnbaupaket und wirksame Maßnahmen gegen die Teuerung könnten Abhilfe schaffen. Foto: Lisa Mathis

Mal zusammen. Vom 26. Jänner bis zum 8. Februar 2024 wird ein neu­ es Parlament gewählt. Dann sind alle Arbeitnehmer:innen im Land aufgerufen, die künftigen Kam­ merrät:innen zu wählen und somit darüber abzustimmen, wer in den

kommenden fünf Jahren ihre Inte­ ressen gegenüber der Politik vertre­ ten soll. ▸ Seiten 2, 3

Ihr Kontakt zur AK Vorarlberg Telefon zum Ortstarif 050/258 Mitgliederservice – 1500 Info Arbeitsrecht – 2000 Insolvenzrecht – 2100 Sozialrecht – 2200 Lehrlinge & Jugend – 2300 Arbeitsrecht Feldkirch – 2500 Familie & Beruf – 2600 Konsumentenschutz – 3000 Steuerrecht – 3100 AK Bregenz – 5000 AK Dornbirn – 6000 AK Bludenz – 7000 Bildung & Karriere – 4150 www.ak-vorarlberg.at /akvorarlberg /AKVorarlberg außer der FPÖ einen ausgegliche­ nen Voranschlag von 31,1 Millionen Euro. AK Wahl ab 26. Jänner 2024 Das AK Parlament trat in dieser Form voraussichtlich zum letzten

▸ Mehr zur AK Wahl auf der Homepage der AK Vorarlberg

Sündteures Spiel mit der Einsamkeit anderer

ZEITWORT Heuer schenken wir uns nichts – oder? Hören Sie das? Die Uhr tickt: Noch fünf Wochen bis Weihnachten. Wäh- rend sich die einen auf das Fest der Feste freuen, steigen bei den anderen schon beim bloßen Gedanken daran Puls und Stresslevel. Geschenke für den oder die Partner:in, die Kinder, die Eltern, die Geschwister, die/den be- ste:n Freund:in … Und das, wo doch ohnehin schon alles teurer wird und so mancher an allen Ecken und Enden sparen muss. Dabei ist das Wichtigste und Schönste am Weihnachtsfest doch unbezahlbar und nicht einmal mit Gold aufzuwiegen: das Beisammensein. Mit den Liebs- ten zusammenkommen, sich Zeit nehmen füreinander, sich nicht von Arbeit, Handy oder Weltgeschehen ablenken lassen. Vielleicht hält man sich heuer ja einmal tatsächlich an das alle Jahre wieder gegebene Versprechen: „Wir schenken uns nichts.“ Oder jedenfalls nichts Materielles. Sondern Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit. A. Förtsch

DATINGSEITEN. Das große Ge­ schäft mit der Einsamkeit treibt seit der Corona-Pandemie immer mehr Männer in die Arme unse­ riöser Geschäftemacher. Konsu­ mentenschützer Franz Valandro ist mittlerweile täglich mit Fällen kon­ frontiert. „Der jüngste Betroffene war gerade mal 12 Jahre alt.“ Meist suchen Männer um die Lebens­ mitte auf einschlägigen Websites die Bekanntschaft von Frauen, die freilich nur als digitales Konterfei

existieren. „Weil die gratis Lock- Angebote keine Kommunikation ermöglichen, tappen sie dann – oft unwissentlich – in die Falle kost­ spieliger Mitgliedschaften.“ Wer nicht bezahlt, wird von Inkasso-Bü­ ros oder Anwaltskanzleien aus Ber­ lin und Luxemburg mit Klagen be­ droht. „Bislang ist noch keine Klage erhoben worden“, sagt Valandro. Er warnt dennoch eindringlich davor, diesen einschlägigen Websites Ver­ trauen zu schenken. ▸ Seiten 12, 13

2 Meinung und AK Wahl 

November 2023

LEITARTIKEL Angst vor Abstieg

Die Sorgen rund um die Inflation sind tief in der Vorarlberger Mittelschicht angekommen. Die aktuelle Teuerungsumfrage der AK zeigt: Knapp zwei Drittel sorgen sich wegen steigender Preise. Knapp ein Fünftel fürchtet um die Existenz. Besonders trifft es Alleinerzieher:innen, Junge und Alte. Der Hilferuf könnte nicht lauter sein. Es macht betroffen, zu sehen, dass er ungehört verhallt und Ignoranz (Nehammer), mangelndes Problembewusstsein (Land) oder gar Populismus (Parteien) die häufigsten Reaktionen der Politikerkaste darauf sind. , Die Angst vor dem finanziellen Abstieg ist für viele Vorarlber- ger:innen real und der Hilferuf verhallt ungehört. Eva King Direktorin der AK Vorarlberg Durch die Konjunktureintrübung haben viele Firmen aktuell Überstunden gestrichen, dabei sind diese für viele Vorarlber- ger:innen ein fixer Einkommensbestandteil. Die Unternehmen verzeichneten von 2020 bis 2023 ein Gewinnsummen-Plus von 25,8 Prozent. Der Zuwachs bei der Lohnsumme lag derweil bei nur 22,8 Prozent. Für die Arbeitnehmer:innen bedeutet das zwei Jahre in Folge Reallohnverluste, insgesamt minus 3,7 Pro- zent. Himmelschreiendes Unrecht! Inzwischen sind die Einmal- zahlungen der Regierung verpufft. Die Menschen am Existenz- limit. Selbst langfristige Maßnahmen treffen nicht – wie der beschlossene Mietpreisdeckel, der in Vorarlberg nicht greift. Abhilfe schaffen nur drei Maßnahmen: erstens ein gesetzlicher Mindestlohn und eine sozial gerechte KV-Politik. Zweitens eine faire Einkommens- und Wohlstandsverteilung – die Körper- schaftssteuerkürzung muss zurückgenommen, die Über- gewinnsteuer ausgedehnt werden. Die Unternehmen fahren immense Gewinne auf unser aller Kosten ein – dann sollen sie auch ihren Beitrag leisten. Drittens ein Preisdeckel für Energie, Mieten und Grundnahrungsmittel. Wollen wir einen weiteren Kaufkraftverlust verhindern und den Lebensstandard erhalten, dann brauchen wir Lösungen. Die Politik muss handeln. Jetzt. ▸ E-Mail: direktion@ak-vorarlberg.at

Wer darf wählen? Alle, die zum Stichtag 23. Oktober 2023 unselbständig beschäftigt oder freie:r Dienstnehmer:in sind, egal welche Staatsbürgerschaft sie besitzen.

Wann wird gewählt? Die AK Wahl findet alle fünf Jahre statt. Der nächste Wahlzeitraum in Vorarlberg ist von 26. Jänner bis 8. Februar 2024 .

GASTKOMMENTAR Subr und ghörig …

Wir sind ein fleißiges Völkchen, bemüht, engagiert und sauber, ordentlich und aufgeräumt. Was daheim und am Arbeitsplatz wichtig ist, hat in unseren Gärten und im Umgang mit der Natur aber keinen Platz. Im Gegenteil. Dort sollten wir tolerant, großzü- gig, achtsam und wundrig sein. Beispiele? Das Laub von Bäumen kann ohne Weiteres den Win- ter über auf dem Rasen liegen bleiben. So schützt es vor Frost, Bo- denlebewesen können darin überwintern, es nährt und düngt. Ende Februar ist nur noch ein Teil übrig und kann zusammengenom- men, auf den Kompost oder unter Sträuchern ausgebracht werden. , Bleiben oder werden Sie gelassener mit Ihrem Garten. Er bedeutet nicht nur Arbeit. Sondern Beruhigung. Conrad Amber Autor und Naturdenker Löwenzahn, Brennnesseln, Giersch usw. sollten als Bereicherung gesehen werden und dürfen unter Hecken oder am Zaun- und Straßenrand leben. Unkraut hat einen Wert für Nützlinge und Be- stäuber und sollte nur maximal zweimal im Jahr geschnitten wer- den. Totholz gehört in jeden Garten und Grünstreifen. Es ist Heimat für viele nützliche Tiere wie Wildbienen, Spechte, Fledermäuse so- wie Pilze und Flechten. Auf jede Grünfläche – noch so klein – gehört ein (heimischer!) Baum. Die gibt es auch klein oder langsamwach- send. Ob Bäume oder Sträucher: Der natürliche Wuchs ist immer der beste und hält am längsten. Beim Rasenmähen gilt: nur bei Be- darf und nicht, weil der Nachbar gerade mäht. Übrigens: Je kürzer die Mähintervalle, umso schneller wächst das Gras! Bleiben oder werden Sie gelassener und ruhiger. Gehen Sie in Ihren Garten, um ihn zu genießen, zu beobachten oder ein gutes Buch zu lesen. Garten bedeutet keineswegs nur Arbeit, Pflege, Pflichten, sondern ebenso: tief atmen, sich beruhigen und die Na- tur auf sich wirken lassen (und nicht auf die Natur einzuwirken). ▸ Conrad Amber ist Autor, Fotograf, Naturdenker – und die „Stimme der Bäume“. Mehr unter conradamber.com

Egal, welche Stimme Sie bei der AK Wahl vom 26. Jänner bis zum 8. Februar 2024 abgeben: Ihre Stimme ist immer eine Stimme für die AK. Denn sie stärkt die Kammer in ihrem Einsatz für ihre Mitglieder und gibt die Richtung für die nächsten Jahre vor. Deshalb: Ja zur AK! Gemeinsam stark: Dei

sich auch weiterhin aus Kräften für ihre Mitglieder einsetzen kann – etwa mit Beratungen zu Themen wie Wohnen und Miete, Karenz und Mutterschutz, Aus- und Weiterbil­ dung, Steuern und Geld, Konsumen­ tenschutz oder Vertragsangelegen­ heiten. Und das stets kostenlos. Wer darf wählen? Wahlberechtigt ist jede:r, der/die mit dem Stichtag 23. Oktober 2023 unselbständig beschäftigt oder freie:r Dienstnehmer:in ist. Aber auch, wer zum Stichtag Lehrling, geringfügig beschäftigt, in Karenz, Zivildiener:in, Präsenzdiener:in oder arbeitslos ist, kann mitbestim­ men. Man muss dazu lediglich einen Antrag auf Aufnahme in die Wäh­ lerliste stellen. Das AK Wahlbüro informiert Sie darüber rechtzeitig schriftlich. So wird gewählt Wählen kann jede:r Berechtigte ent­ weder im Betrieb oder per Briefwahl.

AK WAHL. Seit über 100 Jahren gibt es die AK Vorarlberg. Und ge­ nauso lange gibt es das Parlament der Kammer. Es setzt sich aus 70 gewählten Kammerrät:innen zu­ sammen, die ihrerseits wiederum den AK Präsidenten oder die AK Präsidentin wählen. In nur zwei Mo­ naten steht die nächste AK Wahl an, vom 26. Jänner bis zum 8. Februar 2024. Dann ist wieder jede:r der über 170.000 Arbeitnehmer:innen in Vor­ arlberg aufgerufen, die Kammer­ rät:innen zu wählen – und damit in­ direkt also auch den AK Präsidenten oder die AK Präsidentin. Inhalte mitbestimmen Doch die AK Wahl entscheidet nicht

einfach nur darüber, wer das Parla­ ment anführt. Mit dieser wichtigen Abstimmung entscheiden die Ar­ beitnehmer:innen im Land auch mit, für welche Belange sich die AK in den nächsten fünf Jahren einset­ zen soll. Braucht es einen Fokus auf Bauen und Wohnen? Auf sozialer Gleichberechtigung? Oder auf Integ­ ration? Sie als AK Mitglied und Wäh­ ler:in haben es in der Hand. Ja zur AK! Egal, welche Fraktion und damit welchen Fokus Sie mit Ihrer Wahl unterstützen möchten: Ihre Stimme ist immer eine Stimme für die AK. Denn eine starke Wahlbeteiligung stärkt die Kammer, sodass diese

Arbeitsrecht und Mitglieder 3

November 2023

Weil sie ihren erkrankten Sohn pflegen musste, ist eine alleinerziehende Mutter aus dem Ober­ land von ihrem Arbeitgeber buchstäblich vor die Tür gesetzt worden. Die AK unterstützte die Frau – mit Erfolg. Kind war krank – Mutter gekündigt

Wo wird gewählt? Sie können direkt in Ihrem Betrieb wählen oder durch Briefwahl . Beides geht einfach und schnell. Die Wahl ist natürlich geheim!

Was wird gewählt? Die 70 Mitglieder der AK Vollver- sammlung . Diese bildet das Parlament der Arbeitnehmer:innen, das Ihre Rechte und Interessen vertritt.

ARBEITSRECHT. Im Frühjahr wurde der sechs Jahre alte Sohn einer Vorarlbergerin krank. Da die Alleinerzieherin niemanden hatte, der auf den Jungen schauen konnte, beantragte sie bei ihrem Arbeitgeber Pflegefreistellung. Der Reinigungsfirma, bei der die Frau in Teilzeit angestellt war, passte das aber gar nicht. Und so wurde sie fristlos rausgeworfen und von der Sozialversicherung abgemeldet. Zwei Wochen ohne Geld Da die Oberländerin somit kei­ nen Lohn mehr gezahlt bekam und auch aufgrund der Sperre kein Arbeitslosengeld beantra­ gen konnte, stand sie von einem auf den anderen Tag völlig ohne Einkommen da. Zwar suchte die Frau umgehend nach einer neuen Anstellung und fand diese auch.

Doch das dauerte etwa zwei Wo­ chen, in denen der kleinen Familie das Geld fehlte. Ersparnisse gab es nicht, die Alleinerzieherin konnte die Miete nicht mehr zahlen, und so drohte auch noch der Verlust der Wohnung. AK klagte Ansprüche ein Die Mutter wandte sich an die AK. Die Expert:innen forderten die Reinigungsfirma auf, das Entgelt, das der Frau aufgrund der un­ rechtmäßigen Entlassung entgan­ gen war, nachzuzahlen. Nachdem die Aufforderungen keinen Erfolg hatten, klagte die AK schließlich die Ansprüche der Oberländerin ein. Man einigte sich auf einen Vergleich und die Frau bekam schließlich doch noch einen guten Teil der Forderung ausbezahlt. Sie konnte ihre Mietschulden ausglei­ chen und ihre Wohnung behalten.

82 Jahre AK Mitglied: Präsident Heinzle gratuliert Franz Huber AK Präsident Bernhard Heinzle gratulierte Franz Huber.

Das AK Parlament tagte in dieser Legislaturperiode zum letzten Mal. Foto: Lisa Mathis

ine Stimme für die AK

Mit 97 Jahren ist Franz Josef Huber immer noch bei F. M. Häm­ merle angestellt, dem Betrieb, in dem er mit 15 Jahren seine Lehre begann. JUBILÄUM. AK Präsident Bern­ hard Heinzle durfte kürzlich zu einem ganz besonderen Jubilä­ um gratulieren: Überwältigende 82 Jahre ist Franz Josef Huber aus Dornbirn bereits bei der Firma F. M. Hämmerle beschäftigt – und damit auch AK Mitglied. „Als ich davon gehört habe, habe ich es erst nicht glauben können“, gestand AK Präsident Heinzle bei der Eh­ rung des Jubilars. „Das ist wirklich eine herausragende Leistung und

und war schließlich Betriebsleiter für Elektrotechnik und Elektro­ nik. Als Mitglied der Facharbeiter­ prüfungs-Kommission bildete er selbst Lehrlinge für die Bereiche Stark- und Schwachstrom sowie Technisches Zeichnen – Elektro aus. Bis heute ist er geringfügig bei F. M. Hämmerle angestellt und dort nun als Archivar tätig. „Immer dranbleiben“ „Dass jemand so lange in einem Betrieb ist, ist unglaublich bedeut­ sam und wertvoll“, unterstrich AK Präsident Bernhard Heinzle in sei­ nem Grußwort an den Jubilar. „Wir als AK gratulieren dir dazu von Herzen und wünschen dir weiter­ hin alles Gute und beste Gesund­ heit.“ Sein Rezept dafür verriet der 97-Jährige: „Immer dranbleiben, beharrlich sein, Altes bewahren und Neues begrüßen – und jeden Tag Gymnastik.“

wählen. In dem Fall kann an vor­ gegebenen Tagen zwischen dem 26. Jänner und dem 8. Februar direkt vor Ort gewählt werden. Die genau­ en Wahllokale und -zeiten werden Mitte Jänner vom AK Wahlbüro be­ kanntgegeben.

AK Vollversammlung. Sie ist das Parlament der Arbeitnehmer:innen und hat den gesetzlichen Auftrag, deren Interessen etwa in Fragen des Arbeits-, Sozial- und Konsu­ mentenrechts zu vertreten. Sie be­ steht aus 70 großteils ehrenamtlich

Bei beidem bleibt das Wahlgeheim­ nis natürlich gewahrt. Wenn Sie in Ihrem Betrieb wählen können, nutzen Sie diese Möglichkeit. Wenn nicht, nutzen Sie die Briefwahl. Bei­ de Möglichkeiten funktionieren un­ bürokratisch und schnell. Mitte Jänner werden die Wahlkarten samt Stimm­

tätigen Kam­ merrät:innen verschiedener Fraktionen. Bei der Wahl können die AK Mitglieder also auch den politischen Kurs ihrer In­ teressenver­

zettel automa­ tisch von der AK verschickt. Sie können dann sofort von zu Hause aus wäh­ len, indem Sie

die Wahlkarte ausfüllen und in die Post geben. Das Porto dafür trägt die AK. Alternativ können Sie auch im Wahllokal Ihrer AK vor Ort wählen. Wählen im Betrieb Führt Ihr Betrieb die AK Wahl direkt vor Ort durch, dann können Sie ganz praktisch an Ihrer Arbeitsstelle

tretung mitbestimmen. Die Voll­ versammlung wählt schließlich die Präsidentin oder den Präsidenten, Vorstand und Kontrollausschuss. Dazu tritt sie zweimal jährlich zu­ sammen. ▸ Weitere Infos zur AK Wahl gibt es online auf der Homepage

Was ist das AK Parlament? Die Arbeiterkammer ist die größ­ te Interessenvertretung für Ar­ beitnehmer:innen. Alle fünf Jahre entscheiden die Mitglieder der Ar­ beiterkammer – also die Arbeitneh­ mer:innen im Land – mit Ihrer Stim­ me über die Zusammensetzung der

etwas ganz Besonderes.“ Beharrlicher Aufstieg

Franz Josef Huber kam 1941 im Alter von 15 Jahren als Betriebs­ elektriker-Lehrling zur Firma F. M. Hämmerle. Er stieg beharrlich auf

▸ Mehr zu Franz Josef Huber und seinem be- wegten Leben auf dem Blog

4 Arbeitsrecht und Familie 

November 2023 Karenz & Co.: Das ist neu im November

Vertrauen in Institutionen APA-OGM-Vertrauensindex - Saldo aus „Habe Vertrauen“ und „Habe kein Vertrauen zu ... „. in Prozent NEU

Volksanwaltschaft Polizei Arbeiterkammer Bundesheer Verfassungsgerichtshof

58

+1 +4 -1 -1 -3 -1 -3 +2 +4 -4 0 +1 +5 +4 +6 -5 -1

56

54

51

40

Universitäten Rechnungshof Schulen Finanzämter Krankenkassen

39

36

31

29 29

Bundespräsident Statistik Austria Staatliche Pensionsversicherung Gewerkschaftsbund Nationalbank Justiz Gemeinderat meiner Gemeinde Arbeitsmarktservice Umweltbundesamt Jugendämter Regierung meines Bundeslandes Finanzmarktaufsicht Landwirtschaftskammer Parlament Wirtschaftskammer Medien, Verlage EU Industriellenvereinigung Banken Versicherungen (katholische) Kirche Regierung Soziale Medien

28

27

25

23

18 18

17

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7

NEU

+2 +4 +4 +1 +6 -4 +16

3

2

0 -1 -4 -5

-15 -17 -20 -24 -28 -30 -39 -58

+1 -4 -9 +2 -3 -5

NEU

Vertrauen in AK steigt deutlich Die Arbeiterkammer ist unter den drei vertrauenswürdigsten Institutionen Öster­

wurden Österreicher:innen zu ver­ schiedenen Institutionen befragt. Die AK legte dabei um ganze vier Prozentpunkte gegenüber dem Vor­ jahr zu und landete auf dem dritten Rang. „Das ist Ergebnis der Leistun­ gen unserer Mitarbeitenden“, betont AK Präsident Bernhard Heinzle. „Es macht auch deutlich, wie wichtig eine Institution wie die Arbeiter­ kammer für alle, die arbeiten, ist.“ Schließlich ist sie bei unrechtmä­ ßigem Vorgehen in der Arbeitswelt gefragt.

reichs, ergab eine aktuelle Umfrage.

GESELLSCHAFT. „Haben Sie Ver­ trauen in die Arbeiterkammer?“ Diese Frage stellten kürzlich die Mei­ nungsforscher:innen von OGM den Menschen in Österreich. Für den ak­ tuellen APA-OGM-Vertrauensindex

AK bestellt neue Vize-Direktor:innen Von links: Hinteregger, Lampert, King und Heinzle. Foto: Lisa Mathis

IN EIGENER SACHE. Auf Vor­ schlag der AK Direktorin Eva King und als einen weiteren Schritt in Richtung Innovation und Ausbau des Service-Angebots bestellt die AK Vorarlberg die beiden langjährigen und hochqualifizierten Führungs­ kräfte Dr. jur. Karin Hinteregger und Karin Hinteregger und Andreas Lampert rücken in die Direktion der AK Vorarlberg auf.

Andreas Lampert als Vize-Direk­ tor:innen. Lampert, der über umfassende Kenntnisse und Erfahrung im Be­ reich Organisation und Kammer­ recht verfügt, sowie Dr. jur. Hinter­ egger, eine erfahrene Juristin und Leiterin des Konsumentenschutzes und des Bereichs Wirtschaftspolitik, werden die Weiterentwicklung der AK Vorarlberg in ihrer neuen Funk­ tion mit vorantreiben. Beruf und Familie und Bildung für ihre Mit­ glieder.

Der neue Monat bringt viele Gesetzesänderungen für Familien. Foto: Tatiana Syrikova / Pexels

Arbeiterkammer 5

November 2023

Der November bringt einige Neuerungen bei den gesetzlichen Bestimmungen für Karenz und Familie. Die Arbeiterkammer gibt einen Überblick – zum Teil hier im Print und darüber hinaus online auf dem Blog.

Die neue Grünfassade der AK sorgt für gute Luft – im und vor dem Gebäude. Fotos: Jürgen Gorbach / AK

1. WAS GILT JETZT FÜR DIE KARENZ? Für Geburten seit 1. November 2023 gilt: Nimmt nur ein Eltern­ teil Karenz in Anspruch, so be­ steht der gesetzliche Anspruch darauf bis zum Ablauf des 22. Le­ bensmonats des Kindes. Ist der Karenz anmeldende Elternteil Alleinerzieher:in, dann hat er oder sie Anspruch auf Karenz bis zur Vollendung des 24. Lebens­ monats des Kindes. Das ist der Fall, wenn entweder kein ande­ rer Elternteil vorhanden ist (Tod des anderen Elternteils oder kein anderer Elternteil feststellbar) oder der andere Elternteil nicht im gemeinsamen Haushalt lebt. Hat lediglich ein Elternteil Anspruch auf Karenz, der an­ dere jedoch nicht, weil dieser bspw. selbständig oder ohne Beschäftigung ist, gilt Folgen­ des: Nimmt der Elternteil direkt im Anschluss an die Schutzfrist Karenz in Anspruch, ist dies maximal bis zum vollendeten 22. Lebensmonat des Kindes möglich. Der Karenzanspruch verlängert sich nur dann bis zum Ablauf des 24. Lebensmonats des Kindes, wenn der Elternteil eine Karenz frühestens nach Ab­ lauf von zwei Monaten ab Ende der Schutzfrist meldet. In die­ sem Fall ist davon auszugehen, dass der Elternteil ohne Karenz­ anspruch in den ersten beiden Lebensmonaten des Kindes die Kinderbetreuung bis zum Ka­ renzantritt des anderen Eltern­ teils übernommen hat. Teilen die Eltern die Karenz, so besteht wie bisher ein gemein­ samer Karenzanspruch bis zum Ablauf des 24. Lebensmonats des Kindes. Für den Fall einer gleich­ zeitigen Inanspruchnahme der Karenz von beiden Elternteilen in der Dauer von einem Monat verkürzt sich der Gesamtan­ spruch der Karenz ebenfalls wie bisher auf den vollendeten 23. Lebensmonat des Kindes. 2. WAS GILT FÜR DIE AUF- GESCHOBENE KARENZ? Will ein Elternteil aufgeschobe­ ne Karenz in Anspruch nehmen, muss er das dem Dienstgeber spätestens drei Monate vor Ab­ lauf der Karenzzeit bekannt­ geben. Sollte der Arbeitgeber mit der aufgeschobenen Karenz nicht einverstanden sein, muss er das binnen zwei Wochen ab dem Zeitpunkt, an dem der El­ ternteil den Aufschiebe-Wunsch bekanntgegeben hat, schrift­ lich begründen. Der Arbeitgeber muss zudem die Ablehnung des konkreten Antrittszeitpunktes der aufgeschobenen Karenz zwei Wochen ab Bekanntgabe des ge­ wünschten Antrittszeitpunktes schriftlich begründen. Die neuen gesetzlichen Be­ stimmungen sehen außerdem

für die aufgeschobene Karenz einen Motivkündigungsschutz vor. Eine Kündigung wegen einer beabsichtigten oder tat­ sächlich in Anspruch genom­ menen aufgeschobenen Karenz kann bei Gericht angefochten werden. Der Dienstgeber muss auf ein schriftliches Verlangen des Dienstnehmers (Achtung: Das ist nur binnen fünf Kalen­ dertagen ab Zugang der Kündi­ gung möglich) eine schriftliche Begründung der Kündigung binnen fünf Kalendertagen aus­ stellen. Gibt es keine schriftli­ che Begründung, ist dies für die Rechtswirksamkeit der Beendi­ gung allerdings ohne Belang. 3. WAS IST NEU BEIM KINDERBETREUUNGSGELD FÜR GRENZGÄNGER:INNEN? Seit November reicht der tat­ sächliche Bezug einer dem Kinderbetreuungsgeld gleich­ artigen Leistung aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, des Europäischen Wirt­ schaftsraums oder der Schweiz für den Bezug von Kinderbetreu­ ungsgeld. Notwendig ist aber nach wie vor, dass die Eltern und das Kind den Mittelpunkt der Lebensinteressen im Bundesge­ biet haben. Grenzgänger:innen, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben, haben somit auch Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld. 4. WELCHE ÄNDERUNGEN GIBT ES BEIM FAMILIEN- ZEITBONUS? Voraussetzung für den Bezug des Familienzeitbonus ist unter anderem der gemeinsame Haus­ halt des Vaters mit dem anderen Elternteil und dem Kind. Ein sol­ cher fehlt, wenn sich der andere Elternteil und/oder das Kind im Krankenhaus aufhalten. Für die­ se Fälle wurde das Gesetz über­ arbeitet. Der Familienzeitbonus steht nun auch dann zu, wenn sich der andere Elternteil auf­ grund einer medizinisch erfor­ derlichen Behandlung im Kran­ kenhaus aufhält. Dafür muss der eine den anderen Elternteil in Anwesenheit des Kindes im Schnitt mind. zwei Stunden täglich pflegen und betreuen. Bei der bereits bestehenden Regelung betreffend eines er­ forderlichen Krankenhausauf­ enthaltes des Kindes genügt künftig eine durchschnittlich zweistündige tägliche Pflege und Betreuung. Es braucht je­ weils eine Spitals-Bestätigung. Der Familienzeitbonus wird rückwirkend für alle Gebur­ ten ab dem 1. August 2023 auf 47,82 Euro pro Tag verdoppelt.

AK bekommt größte Grünfassade im Land

KLIMA. Blickt man aus der Richtung der Bärenkreuzung auf das Gebäude der AK Vorarlberg, so wird man sich künftig wohl oft fragen, ob man rich­ tig ist – denn dort wird es bald gut alle drei Wochen anders aussehen. Denn an der Fassade – oder besser gesagt, in davorstehenden Kübeln und entlang von meterhohen Rank­ hilfen – wachsen seit Neuestem über 30 verschiedene Pflanzen. Und die sehen naturgemäß immer wieder anders aus. „Wir haben die Pflan­ zensorten so ausgewählt, dass es von März bis September eine kon­ tinuierliche Blühfolge gibt“, erklärt Am Gebäude der Arbei­ terkammer in Feldkirch wächst seit Neuestem ein einmaliges Projekt: die Grüne Wand.

Pflanzen-Experte Conrad Amber, der die Grüne Wand erdacht und gemeinsam mit Architekt Rainer Huchler geplant hat. Umgesetzt wur­ den die Arbeiten nach gut zwei Jah­ ren Planungszeit nun Ende Oktober von Arbeitern der Firma Alex Gar­ tenbau. Sie pflanzten in Handarbeit Blauregen, Wacholder, Felsenbirne und viele weitere Kletter-, Rank- und Buschpflanzen. Bewässert wird kli­ maneutral über auf dem Dach ge­

kühlt die dahinterliegenden Wände um drei bis fünf Grad ab. So kann auf eine Klimaanlage verzichtet und Strom gespart werden.“ Aber auch der Platz vor der Grün­ fassade wird

von ihr profi­ tieren, ist sich Amber sicher: „Die Pflanzen filtern die Luft, sorgen für Küh­ lung und absor­ bieren Schall. Das Klima auf

sammeltes Regenwasser. Mehr als reine Ästhetik

Conrad Amber

dem Platz wird ein völlig anderes sein als gerade einmal 100 Meter weiter an der Bärenkreuzung.“

Doch bei dem Projekt geht es nicht nur um das Aussehen – auch wenn die Wand, wenn sie in gut zwei Jah­ ren erst einmal komplett zugewach­ sen ist, natürlich ein absoluter Blick­ fang sein wird. „Die Grüne Wand dient dem Kli­ maschutz“, erläutert Amber. „Sie

▸ Weitere Fotos und Informationen zur größ- ten Grünfassade im Land gibt es auf dem AK Blog

EHRUNG FÜR ALT-AK PRÄSIDENT HUBERT HÄMMERLE

Das Goldene Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg erhielt am Nationalfeier­ tag Alt-AK Präsident Hubert Hämmerle von Landeshauptmann Markus Wallner über­ reicht. Hämmerle wurde 2004 Kammerrat in der AK Vorarlberg und wurde nur zwei Jahre später zum Präsidenten gewählt. Bis zum Oktober 2022 gestaltete er über 16 Jahre hinweg den Lebens- und Arbeits­ raum Vorarlberg tatkräftig mit. In seine Präsidentschafts-Ära fallen die Gründung des Digital Campus Vorarlberg sowie der Ausbilder-Akademie, der Ausbau des über­ betrieblichen Lehrausbildungszentrums, der Verein „Lehre in Vorarlberg“ und das „Schaffarei“-Haus der AK. Mit dem Goldenen Ehrenzeichen dankt das Land ihm für sei­ nen unermüdlichen Einsatz.

▸ Weitere Änderungen etwa zur Elternteilzeit gibt es auf dem Blog.

6 Recht und Soziales 

November 2023

Energiekostengutschein: 760.000 Menschen schauten durch die Finger

WEIBERKRAM von Univ.-Prof. Irene Dyk-Ploss

Trendumkehr In Coronazeiten war es das Gebot der Stunde: Homeoffice. Arbeit- nehmer:innen konnten trotz Kindergarten und Schulsperre ihren Nachwuchs betreuen, die Ansteckungsgefahr im Hinblick auf Kolleg:innen und Kund:in- nen minimieren, und flexibles Arbeiten funktionierte plötzlich wie von selbst. Funktionierte es wirklich? Viele Väter konnten sich ins Arbeitszimmer zurück- ziehen, Müttern blieb oft nur der Küchentisch, an dem auch Kinder die Aufgaben machen sollten. Arbeitgeber:innen waren misstrauisch, ob auch wirklich gearbeitet wurde, Kolleg:innen vermissten Ansprechpartner:in- nen, und viele Beschäftigte fürchteten den Verlust von An- erkennung ebenso wie sie Angst um den Schreibtisch und letztlich den Job hatten. Mittlerweile gibt es arbeitswissenschaftliche und betriebliche Erfahrungen, die darauf hinauslaufen, dass Homeoffice eine „Karrierebrem- se“ ist, nach dem Motto: Wer nicht gesehen wird (außer über Zoom), wird nicht befördert. Soziale und kommunikative Integration erfor- dert Anwesenheit, oft auch über die reguläre Arbeitszeit hinaus. Wieder ein Problem für Frauen, denen (teilweises) Homeoffice das Berufsleben erleichtern könnte. ▸ E-Mail: Irene.Dyk-Ploss@jku.at AK Kalender 2024 ab sofort erhältlich Mit dem AK Arbeitszeitkalen­ der behalten Arbeitnehmer:in­ nen ihre Arbeitsstunden im Griff – ganz einfach und völlig kostenlos. Das ist wichtig, um eine genaue Übersicht über geleistete Arbeitsstunden zu haben und zu kontrollieren, ob etwa Mehr- und Überstunden korrekt ausbezahlt werden. kostenlos online bestellt werden Teuerungsumfrage: Jetzt teilnehmen! Egal ob wohnen, essen oder heizen: In so gut wie jedem Le­ bensbereich steigen die Preise. Die AK will von den Vorarlber­ ger:innen wissen, wie stark sie die Teuerung betrifft und wie es ihnen geht. Machen Sie mit und teilen Sie Ihre Erfahrun­ gen. ▸ Die Umfrage ist ab sofort online und dauert nur wenige Minuten. ▸ Der AK Kalender 2024 kann ab sofort

Eine Feldkircherin klagte die Republik Österreich. Ihr Problem ist kein Einzelfall. Foto: M. Buhlmayer / ChromOrange / APA

Im Prozess um den Energiekostengutschein, bei dem die AK eine Feldkircherin unterstützt, fand nun der zweite Verhandlungstag statt. Dabei stellte die AK eine Berechnung vor, derzufolge Hundert­ tausende zu Unrecht leer ausgingen.

Jahren als Energiereferent habe ich so einen Ansturm und so eine Ent­ rüstung zum Thema Energie in der Gesellschaft nicht erlebt.“ Berechnung zeigt Problemmasse Eine Feldkircherin hatte deshalb die Republik Österreich geklagt. Unter­ stützung erhält sie von der AK Vorarl­ berg. Die hat nun eine umfangreiche Berechnung angestellt, um zu be­ weisen, dass es sich bei dem Strom­ zählerproblem nicht, wie von der be­ klagten Partei behauptet, um einen Einzelfall handelt. Demzufolge er­ hielten – konservativ berechnet – mindestens 760.000 Haushalte in

Österreich nicht die ihnen zuste­ henden 150 Euro Energiekostenaus­ gleich, obwohl sie alle Vorausset­ zungen dafür erfüllten. „Für uns steht außer Frage, dass der Frau der Energiekostengut­ schein und damit die 150 Euro zuste­ hen“, bekräftigte AK Präsident Bern­ hard Heinzle abermals. „Darüber hinaus hätte eine Entscheidung im Sinne der Klägerin Signalwirkung für alle 760.000 Haushalte, die un­ rechtmäßig leer ausgingen.“

RECHT. 150 Euro sollte der Energie­ kostengutschein bringen – und zwar für alle, die in ihrem Haushalt Strom beziehen und bezahlen. Dass das aber nicht so klappte, wie ursprüng­ lich geplant, zeigte sich schon mit Einführung des Gutscheins im Som­ mer 2022. Denn Personen, die ihren Strom zwar zahlen, aber keinen eigenen Stromzähler haben, gingen

leer aus – etwa wenn sie in geteilten Wohnhäusern, in Wohnblöcken, Studentenwohnheimen, WGs oder betreuten Einrichtungen wohnen. „Allein in den ersten vier Wo­ chen nach Beginn der Gutschein- Aussendung hatte ich über 100 Anfragen auf dem Tisch“, sagt der damalige AK Energiereferent Paul Rusching. „In meinen bis dahin 23

▸ Damit mehr übrig bleibt: Die Expert:innen der AK geben Tipps zu Strom & Gas.

AK Erfolg: Eltern ab sofort für Kinder- Reha freigestellt

So sparst du Urlaubstage 2024

ARBEITSRECHT. „Kinder brauchen ihre Eltern – und kranke Kinder noch viel mehr. Dass Eltern künftig für die Reha ihrer Kinder freigestellt werden können, macht das nun möglich“, zeigt sich AK Präsident Bernhard Heinzle erfreut. Denn seit Anfang des Monats gilt, was die AK immer wieder vehement gefordert hat: Eltern haben nun Anspruch auf eine bis zu vierwöchige Freistellung, ihre Kinder in die Reha begleiten zu können. Damit ist eine langjäh­ rige Forderung der AK endlich in die Tat umge­ setzt worden. Seit dem 1. November haben Eltern ein Recht auf Freistellung, um

um ihre Kinder zu einem Reha-Auf­ enthalt zu begleiten. Ihnen steht

Pflegekarenz­ geld und ein be­ sonderer Kündi­ gungsschutz zu. Die Elternteile können sich

die Freistellung aufteilen, aber bis auf Ausnah­ mefälle nicht gleichzeitig in Anspruch nehmen. „Für das Wohl der Kinder“ „Jede Mutter und jeder Vater kann sich vorstellen, wie schlimm es ist, wenn ein Kind krank ist“, so AK Präsident Heinzle. „Dass diese Frei­ stellung nun gesetzlich möglich ist, ist ein großartiger Erfolg – in erster Linie für das Wohl und die Gesund­ heit der Kinder.“ B. Heinzle

Freie Tage

Urlaubstage

4 4 8 8 4 4 7

9 9

30.12. – 07.01. 30.03. – 07.04. 27.04. – 12.05. 18.05. – 02.06. 10.08. – 18.08. 26.10. – 03.11. 21.12. – 06.01.

16 16 9 9 17

50 Prozent der Urlaubstage sparen? Die AK zeigt, wie!

ARBEITSRECHT. 39 Urlaubstage nehmen und 85 Tage freihaben – klingt traumhaft? Das muss kein Traum bleiben! Denn die Feiertage fallen 2024 sehr günstig. So kommt man mit kluger Nutzung der Fens­ tertage schnell auf lange, erholsame

Freizeiten, ohne viele Urlaubstage aufwenden zu müssen. Den Spitzen­ platz belegt dabei im kommenden Jahr der Dezember: Vom 21. Dezem­ ber 2024 bis zum 6. Jänner 2025 muss man nur sieben Tage Urlaub nehmen – und bekommt ganze 17 freie Tage.

Eltern können nun für die Kinder-Reha freigestellt werden. Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Schaffarei 7

November 2023



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Halbjahr #05 Das Haus für Arbeitskultur Widnau 10, Feldkirch

Schneidermeister Rainer Schedler ist in seinem Arbeitsleben vielen Veränderungen begegnet. Foto: Hanno Mackowitz

Mit Nadel und Faden zur Perfektion

Die Ausstellung wird parallel in der AK Vorarlberg, Feldkirch, und im Werkraum Bregenzerwald, Andelsbuch, gezeigt. Vernissage: 1.12.2023, 19 Uhr im Werkraum Bregenzerwald 12.12.23, 12 Uhr Mittagessen mit meinem Traumjob: Game Developer / Kuche Von Sebastian Rangger entwi- ckelte Spiele haben Auszeichnun- gen gewonnen. Außerdem forscht und unterrichtet er zum Thema Spielentwicklung. 14.12.23, 18:30 Uhr Firobad Erzählcafé / Schaffarei OG3 Zwei Erzähler:innen berichten in entspannter Café-Atmosphäre aus ihrem Arbeitsleben. Das intime Format lädt dazu ein, zu lauschen, sich auszutauschen, Arbeit zu reflektieren und diskutieren.

22.11.23 20 Uhr ArbeitsLebensGeschichte: Lisbeth Postl / Klub Von der Zoologin zur Bibliothe- karin: „Das Leben ist zu vielsei- tig, um nur ein Kapitel aufzu- schlagen.“

AUSSTELLUNG. Rainer Sched­ ler kommt 1944 in Andelsbuch zur Welt. Als es um die Berufswahl geht, steht schnell fest: Der Jüngste von vier Brüdern soll Schneider werden, wie bereits sein Vater. Das Hand­ werk gefällt ihm – und ist praktisch: „Wenn du in den 50er-Jahren mo­ dern gekleidet warst, war das schon ganz etwas anderes. Ich habe mir dann damals Sachen genäht, die auch aufgefallen sind“, erzählt er. Seine Lehre macht er bei der Fami­ lie Kolb in Lauterach, anschließend arbeitet er in Bezau. Mit 21 Jahren ist er der jüngste Schneidermeister in Vorarlberg. 1967 macht er sich selbständig. Der Schwiegervater ab dem 1. Dezember auf sein Arbeitsleben zurück. Im „Museum des Wan­ dels“ blickt der Bregen­ zerwälder Schneider­ meister Rainer Schedler

gibt Anfang der 70er-Jahre den Im­ puls, auch auf den Modehandel zu setzen. Steigende Konkurrenz Denn mit dem Aufkommen der Konfektionsware wächst der Druck auf die Schneiderinnen und Schneider in Vorarlberg. Was vom Handwerk übrig bleibt, sind Ände­ rungsarbeiten, Trachten und Ein­ zelanfertigungen für Menschen, die nicht so leicht etwas von der Stange finden: „Ich hatte zum Beispiel ei­ nige Querschnittgelähmte, für die musste der Anzug sitzend passen – das ist ja etwas total anderes“, berichtet Schedler. Textilbetrie­ be, die nicht wie Rainer Schedler umdenken, verschwinden nach und nach. Und dennoch spielt das Handwerk für Schedler immer eine große Rolle. Handwerk+Form Als der örtliche Handwerksverein 200-jähriges Bestehen feiert, macht

er einen Vorschlag: „Die Handwer­ ker sollten einen Gestalter bringen und mit dem gemeinsam ein neues Produkt entwerfen, das wir dann ausstellen.“ Gemeinsam mit Harry Metzler und Johannes Mohr entwi­ ckelt der Handwerksverein daraus das Konzept, auf dem das heutige „Handwerk+Form“ basiert. Seit dem Jahr 2000 schreibt der Werkraum Bregenzerwald den bekannten Ge­ staltungswettbewerb alle drei Jahre aus. Vernissage in Andelsbuch Zu sehen ist die Ausstellung ab dem 1. Dezember im Foyer der AK Vor­ arlberg in Feldkirch und im Werk­ raum Haus in Andelsbuch. Dort wird die Ausstellung am 1. Dezem­ ber, 19 Uhr, auch eröffnet. Wir bit­ ten um Anmeldung.

Ab 1.12.23 Museum des Wandels: Schneidermeister Rainer Schedler – mit Nadel und Faden zur Perfektion

Eine traditionelle Schneider- lehre legte den Grundstein für Rainer Schedlers Liebe zu schönen Materialien und gutem Design. Schedler war 1991 Mitinitiator der Triennale „Handwerk+Form“ in Andels- buch. Für ihn war klar, dass Handwerk nur Zukunft haben kann, wenn auch das Design zeitgemäß ist. Für die Andelsbucher Musikka- pelle greift Rainer Schedler auch heute noch zu Nadel und Faden.

Eintritt frei. Detailliertes Programm und Anmeldung auf: schaffarei.at

▸ Der Eintritt ist frei. Mehr Infos und kostenlose Anmeldung zur Vernissage online

Ein Projekt der Arbeiter- kammer Vorarlberg

Auf Umwegen zum Traumberuf

GESPRÄCH. Früh ist für Carola Fessler klar, dass sie Kindergärtne­ rin werden möchte. Doch die Ausbil­ dung ist nicht das, was sie sich vor­ stellt. Also sattelt sie um und macht eine Lehre in Buch- und Medien­ wirtschaft. Doch auch im Buchhan­ del sieht sie keine Zukunft für sich. Vielleicht ein Handwerk? Eine Bekannte bringt sie auf eine ganz andere Idee: Sie kenne da eine tolle Tischlerei, die einen Lehrling suchen würde. Das könnte etwas für Carola sein. Und tatsächlich: Nach einem Blick auf die Website bewirbt sie sich und wird schon eine Woche später zum Schnuppern eingeladen. Heute ist Carola im zweiten Lehrjahr. In dem fünfköpfigen Team fühlt sie sich nach wie vor sehr wohl, auch das Handwerk zu lernen, macht ihr viel Spaß. „Das ist genau das, was ich brauche“, sagt sie, „ein überschaubares Team, in dem alle an einem Strang ziehen, und eine

ganz klare Aufgabe, auf die ich mich konzentrieren kann.“ Dass sie mit ihren inzwischen 29 Jahren älter als die meisten Lehrlin­ ge ist, sieht Carola nicht als Nachteil: Sie fühle sich nach all ihren Erfah­ rungen erst so richtig bereit für die­ sen Beruf. „Ich lerne jetzt ein Hand­ werk, das mich sehr interessiert“, sagt sie. Dass bei ihrem Arbeitgeber ausschließlich mit Vollholz, nach ökologischen Grundsätzen und mit nur wenigen Maschinen gearbeitet wird, kommt der jungen Frau dabei sehr zugute. Man wächst mit den Aufgaben Und wie ist es mit der Größe und der Kraft? „Es ist schon eine Schlep­ perei. Aber man wächst mit seinen Aufgaben“, lacht sie. Hinter der Ent­ scheidung, mit ihrer Tischlerlehre die inzwischen dritte Ausbildung in Folge zu absolvieren, steht Carola zu hundert Prozent. „Wenn man spürt, dass man etwas machen will, dann

sollte man es machen. Sonst sagt man sich ein Leben lang: Hätte ich es doch getan.“ Weitere Termine in der Schaffarei Wie Carola Fessler erzählt bald auch Lisbeth Postl ihre ArbeitsLebens­ Geschichte in der Schaffarei in Feldkirch. Sie hat Biologie mit Fach­ richtung Zoologie studiert. Ihre Magisterarbeit führt sie mehrere Male nach Sambia an den südlichen Tanganjikasee, wo sie sich hochspe­ zifischen Forschungsfragen zu den hier lebenden Brabantbuntbarschen widmet. Heute widmet sich Lisbeth Leseratten und Bücherwürmern: Seit 2020 leitet sie die Bibliotheken der Arbeiterkammer in Feldkirch und Bludenz und hat als Bibliothe­ karin ihre Berufung gefunden.

▸ Kostenlose Anmel- dung für die Arbeits- LebensGeschichte mit Lisbeth Postl online unter schaffarei.at

Im Gespräch mit Carmen Jurkovic-Burtscher erzählte Carola Fessler ihre ArbeitsLebensGeschichte in der Schaffarei.

8 Magazin 

November 2023

Was nächsten Monat zählt EINKAUF Heuer fällt der 8.12. auf einen einkaufsstarken Freitag. Immer- hin können Beschäftigte mit Zuschlä- gen und Zeitausgleich rechnen •

AK BIBLIOTHEKEN Weil Lesen das Leben bereichert  ● Bludenz

● Digital In der digitalen AK Bibliothek findet sich ein breites Angebot an E-Books, E-Hörbüchern und Spezialbibliotheken. Ein Benutzer kann parallel

Leser:innen-Info ● AK Sprachencafé … … mit Spanisch, Französisch und Italienisch. 29. November 2023, 19 Uhr, AK Bibliothek Feldkirch. ● Infos zu den … AK Bibliotheken finden Sie unter www.ak-vorarlberg.at/bibliothek

Bahnhofplatz 2a, Telefon 050/258- 4550, E-Mail: bibliothek.bludenz@

ak-vorarlberg.at ● Feldkirch

VERKEHR Ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember fährt die WESTbahn von und nach Vorarlberg • FEIERTAGE Vierter Advent und Heiligabend fallen heuer an einem Sonntag zusammen.

zehn E-Medien ausleihen. Wo? www.ak-vorarl­ berg.at/ebooks

Widnau 4, Telefon 050/258-4510, E-Mail: bibliothek.feldkirch@ak- vorarlberg.at

Neue Bücher für die Weihnachtszeit Die AK Bibliotheken Feldkirch und Bludenz bieten in den kommenden Wochen ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersklassen.

PROGRAMM. In den AK Biblio­ theken wird im November und Dezember einiges für Kinder und Erwachsene geboten. Neben den regelmäßigen Events besuchen wieder zahlreiche Autor:innen mit ihren neuesten Büchern oder Mit­ machgeschichten die zwei gemütli­ chen Leseorte. Der bunte Reigen wird von Ale­ xander Kluy eröffnet, der am 30. November in Bludenz und am 1. De­ zember in Feldkirch, jeweils ab 19 Uhr, seine Bücherwelten für Weih­ nachten vorstellt – für alle, die noch auf der Suche nach einem Geschenk für Leseratten sind oder sich einfach einen Abend lang humoristisch mit ausgesuchter Lektüre unterhalten

steht ihr Kuschelbär Teddy Eddy im Rampenlicht und es darf nach Her­ zenslust mitgemacht werden. Christina Walkers neuer Roman „Kleine Schule des Fliegens“ brachte ihr eine Nominierung für den dies­ jährigen Österreichischen Buch­ preis ein, wo sie es auf die Longlist geschafft hat. Am 5. Dezember liest sie um 19 Uhr in der AK Bibliothek Feldkirch aus ihrem Roman, der ein­ dringlich und manchmal abgründig komisch vom Miteinander, von Ver­ lust und davon erzählt, wie schnell wir uns radikalisieren lassen.

lassen wollen, der perfekte Anlass, den AK Bibliotheken einen Besuch abzustatten. Kluy war schon im Herbst Gast in den AK Bibliotheken und wir haben zu diesem Anlass ein kleines Video mit den Top-3-Bü­ chern seiner damaligen Leseliste ge­ dreht; zu finden ist es über den QR- Code am Ende des Artikels Am ersten Dezember besucht auch Christine Auer die AK Biblio­ thek Feldkirch, allerdings schon um 15.30 Uhr. Sie liest für Kinder aus ihrem Buch „Wach auf, wenn das Christkind kommt!“. Zum Mitsingen und Mittanzen fordert am 4. Dezember um 15 Uhr Ingrid Hofer in der AK Bibliothek Feldkirch auf. Bei der Mitmachlesung

Ingrid Hofer ist mit ihrem knuddeligen Teddy Eddy immer ein Highlight in der AK Bibliothek und macht Lust aufs Mitmachen.

▸ Video mit den Top- 3-Büchern vom letzten Besuch Alexander Kluys in der AK Vorarlberg.

Christina Walker (links) liest aus „Kleine Schule des Fliegens“, Alexander Kluy präsentiert seine Auswahl für Weihnachten.

Eine kunterbunte Reise in die Steppe Afrikas Mit Patrick Addai tauchten Kinder und Er­ wachsene in zauberhafte Welten ein.

Gewinnspiel Die AK stellt euch in jeder Ausgabe eine aktuelle Fra­ ge. Zuletzt wollten wir wissen, wie Wander:innen und Mountainbiker:innen Konflikte vermeiden können. Je ein Bildband „Vorarlbergs schönste Wasserplätze“ haben Sigrun Summer aus Weiler, Jürgen Benzer aus Hohenems und Carolin Czarnecki aus Bludesch ge­ wonnen. Wir gratulieren! Die Antwort auf die neue Frage sendet uns bitte bis 2. Dezember 2023 an gewinnen@ak-vorarlberg.at oder auf einer Postkarte an AK Vorarlberg, „AKtion“, Widnau 4, 6800 Feldkirch. Dann nehmt ihr an der Verlosung teil: Diesmal könnt ihr Kupfersocken aus Merino-Wolle der Koblacher Firma Bolter gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Frage des Monats Weihnachten naht. Das Geld für Geschenke ist knapp. Schickt uns doch Ideen, wie man anderen Menschen für wenig Geld eine Freude machen kann. Eure Ein­ sendungen werden veröffentlicht. Gerne bieten wir euch als kleines Dankeschön unseren topaktuellen Newsletter an.

der Fantasie seiner kleinen und großen Zuhörer:innen. Der studierte Soziologe und Politikwissenschaftler sorgte auch schon als Schau­ spieler im Theater des Kin­ des in Linz für Furore und ist Träger zahlreicher Literatur­ preise. So wurde er beispiels­ weise von der African Youth Foundation auch als bester afrikanischer Autor in Europa ausgezeichnet.

packender Mimik und faszi­ nierender Gestaltungskraft sorgte er für leuchtende Kin­ deraugen und mitreißendes Staunen. Er weckte sagenhaf­ te Gestalten und alle guten Geister der Steppe Afrikas in

ABENTEUER. Erzählungen, die nicht nur Kindern Mut machen, sprechende Tiere, Trommelrhythmen und Tän­

ze. Patrick Addai aus Ghana hat bei seinem Besuch in der AK Bibliothek Feldkirch nicht nur Geschichten erzählt. Mit

Die Kupfersocken aus Merinowolle sind eine Spezialität der Manufaktur Bolter in Koblach.

Patrick Addai begeisterte die Kinder und ihre Begleiter:innen mit einer Mischung aus Geschichtenerzählen, Musik und Theater. Der aus Ghana stammende Autor ist nicht nur an der Trommel ein wahrer Virtuose.

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