Benotung für realen Betreuungsschlüssel Frage: „Ist die Relation zwischen Fachkräften (Betreuungspersonal) und Kindern in Ihrer Gruppe geeignet, um eine qualitätsvolle Kinderbildung und Betreuung zu gewährleisten? (Beurteilen Sie in Schulnoten)“ Durchschnittsbenotung in Kindergartengruppen: 2,7 – Befriedigend
Durchschnittsbenotung in Kleinkindgruppen: 2,5 – Befriedigend
Abbildung 28: Notenverteilung: Beurteilung des Betreuungsschlüssels nach Gruppentyp und Träger
Befriedigend
Genügend
Nicht genügend
Sehr gut
Gut
Kleinkindgruppen
Privater Träger
22
34
30
8
6
Öffentlicher Träger
16
31
33
10
9
Kindergartengruppen
Privater Träger
34
42
14
8
2
Öffentlicher Träger
14
29
32
16
10
0 %
20 %
40 %
60 %
80 %
100 %
n = 1.136
Abbildung 29: Notenverteilung: Beurteilung des Betreuungsschlüssels nach Leitungsfunktion
Leiter:in einer Einrichtung Keine zusätzliche Leitungsfunktion Gruppenleiter:in
19
27
31
13
9
16
36
27
11
9
13
24
35
17
11
0 %
20 %
40 %
60 %
80 %
100 %
n = 1.032
weit weniger als die Hälfte. Auch auf der positiven Seite der Beurteilungen erhalten private Kindergärten mit 34 Prozent mehr als doppelt so oft ein „Sehr gut“ attes- tiert wie öffentliche Kindergärten. In Kleinkindgruppen ist die Differenz deutlich weniger ausgeprägt. Während in allen Kindergärten 25 Prozent der Befragten dem Betreu- ungsschlüssel ein „Genügend“ oder schlechter ausstel- len, sind es in Kleinkindgruppen mit 17 Prozent deutlich weniger. Die höhere Zufriedenheit mit dem Betreuungs- schlüssel in Kleinkindeinrichtungen spiegelt sich auch in höheren Durchschnittsbenotungen wider. Abbildung 29 zeigt die Verteilung des Notenschnitts, wie bereits bei der Gruppengröße, anhand der Leitungsfunktionen der Befragten. Erneut ist der Trend sichtbar, dass Gruppen leiter:innen den vorherrschenden Personalschlüssel kritischer sehen als Einrichtungsleitungen oder Personal ohne zusätzliche Leitungsfunktion.
Die oben dargestellte Frage zielt auf den praktischen Betreuungsschlüssel ab der in den Gruppen Anwendung findet, und nicht auf die Beurteilung der gesetzlichen Höchstwerte. Der Betreuungsschlüssel liegt in der Praxis oft unter den gesetzlichen Anforderungen, was sich auch in der Beurteilung anhand der Noten widerspiegelt, die mit jeweils einem guten „Befriedigend“ bewertet wurden. Zudem wird in der Fragestellung durch die Setzung der Klammern nicht direkt auf einen Fachkraft-Kind- Schlüssel abgestellt, sondern eher auf den allgemeinen Betreuungsschlüssel. Abbildung 28 zeigt sehr deutliche Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Kinder- gartengruppen. Während in öffentlichen Kindergärten ganze 58 Prozent den praktischen Betreuungsschlüssel für „befriedigend“ oder schlechter halten, um eine qualitätsvolle Kinderbildung und -betreuung zu gewähr- leisten, sind es in privaten Einrichtungen mit 24 Prozent
Rahmenbedingungen für gelingende Elementare Bildung
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