Gruppengröße und Fachkraft-Kind-Relation Eine kindgerechte Gruppengröße und Fachkraft-Kind-Relation ist zur Gewähr leistung einer guten Bildungs- und Betreuungsqualität unerlässlich. In der Umfrage wurde zunächst abgefragt, wie die Teilnehmenden die praktische Gruppengröße in ihrer eigenen Einrichtung beurteilen, um die tatsächlichen Rahmenbedingungen in den Einrichtungen aus Sicht des Betreuungspersonals bewerten zu können. Im Anschluss daran wurden die Teilnehmenden gebeten, ihre Einschätzung abzugeben, wie hoch die Grenzwerte hinsichtlich der Gruppengröße für verschiedene Altersgruppen von Kindern sein sollten. Dabei wurde nicht auf die derzeitigen Regelungen verwiesen. Dasselbe Vorgehen wurde auch für die Fachkraft-Kind-Relation gewählt. Während die Gruppengröße die Anzahl der Kinder unabhängig von der Anzahl an Bildungs- und Betreuungspersonen beschreibt, ist die Fachkraft-Kind-Relation die Maßgröße dafür, wie viele Kinder eine ausgebildete Fachkraft gleichzeitig betreuen muss. Von der Fachkraft-Kind-Relation zu unterscheiden ist der Betreuungs schlüssel, der sowohl auf Fachkräfte als auch Assistenzkräfte abstellt.
Benotung für reale Gruppengröße Frage: „Ist die Gruppengrößer in Ihrer Gruppe geeignet, um eine qualitätsvolle Kinderbildung und Betreuung zu gewährleisten? (Beurteilen Sie in Schulnoten)“
Durchschnittsbenotung in Kindergartengruppen: 2,8 – Befriedigend
Durchschnittsbenotung in Kleinkindgruppen: 2,5 – Befriedigend
Es wird deutlich, dass Kleinkindgruppen etwas besser abschneiden als Kindergartengruppen, was sich auch im errechneten Notenschnitt widerspiegelt. Deutlich größer ist die Differenz allerdings zwischen öffentlichen und privaten Trägern. Abbildung 26 zeigt die Beurteilungsver- teilung der praktischen Gruppengröße, differenziert nach Betreuungseinrichtung und Träger. Aus der Grafik ist er- sichtlich, dass in Kindergärten mit privaten Trägern ganze 38 Prozent der Befragten der Gruppengröße ein „Sehr gut“ attestierten, in öffentlichen Kindergärten waren es hingegen lediglich 16 Prozent. Auch am anderen Ende
der Skala sind die Unterschiede aussagekräftig: Fast drei- mal so viele Personen haben öffentlichen Kindergarten gruppen ein „Nicht genügend“ attestiert (14 Prozent) im Vergleich zu Kindergartengruppen mit privaten Trägern (5 Prozent). Weniger ausgeprägt ist dieser Trend auch in den Kleinkindeinrichtungen zu beobachten. In Abbildung 27 wird zwischen Gruppenleiter:in- nen und Einrichtungsleiter:innen sowie Betreuungs- personal ohne Leitungsfunktion differenziert. Auch hier ergibt sich eine spannende Diskrepanz. Im Schnitt
Anzumerken ist, dass die Benotungsergebnisse der ersten Frage auf die praktische Gruppengröße in den jeweiligen Gruppen abzielen, welche oft unter den gesetzlichen maximalen Vorgaben liegt.
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PERSONALBEFRAGUNG ELEMENTARE BILDUNG
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