Weiterbildung
Neben der Ausbildung war auch die Weiterbildung ein Fokus der Personalbefragung. In diesem Kontext wurde abgefragt, ob die Teilnehmenden an einer Weiter bildung über die gesetzlichen Anforderungen hinaus teilgenommen haben oder eine Teilnahme in Erwägung gezogen haben. Es wurde explizit nach beruflich relevanten Weiterbildungen gefragt, die einen Stundenaufwand von mehr als 200 Unterrichtseinheiten vorweisen, um kleinere Weiterbildungen und nicht beruflich relevante Weiterbildungen auszuschließen.
Anhand einer ersten Filterfrage wurde zwischen drei Gruppen von Befragungsteilnehmenden unterschieden: Teilnehmende, die im Laufe ihrer Berufslaufbahn bereits eine Weiterbildung nach den oben genannten Kriterien absolviert haben, Teilnehmende, die gerne eine Weiter bildung absolvieren würden, aber bislang davon abge halten wurden, sowie Teilnehmende, die kein Interesse an einer Weiterbildung hatten. Die Filterfrage ergab, dass 42 Prozent der Teil nehmenden eine Weiterbildung nach den genannten Kriterien bereits absolviert hatten. Diese lag im Durch- schnitt fünfeinhalb Jahre zurück. 36 Prozent gaben an, eine Weiterbildung in Erwägung zu ziehen, und 22 Pro- zent hatten kein Interesse an Weiterbildungen. Jene Teilnehmenden, die bereits eine Weiterbildung absolviert hatten, wurden nach ihren Erfahrungen ge- fragt (siehe Kapitel „Beurteilung der Weiterbildungen“, Seite 30). Diese Auswertungen sind retrospektiv, da die der Beurteilung zugrunde liegende Weiterbildung im Durchschnitt vor fünfeinhalb Jahren absolviert wurde. Die Beurteilung erfolgte erneut anhand des gängigen Ziffernotensystems.
Jene Teilnehmenden, die eine Weiterbildung ab- solvieren wollten, aber davon abgehalten wurden, wurden nach den Hinderungsgründen befragt. Dabei konnten sie mehrere vorgeschlagene Gründe auswählen sowie eigene Gründe schriftlich nennen (siehe Kapitel „Hürden für Weiterbildungen“, Seite 39). Teilnehmende, die kein Interesse zeigten, wurden nicht weiter befragt. Der Prozentsatz an Teilnehmenden, die grundsätzlich nicht an Weiterbildung über die ge- setzlichen Anforderungen hinaus interessiert sind, liegt sowohl in Kleinkindgruppen als auch in Kindergärten bei rund 22 Prozent. Assistenzkräfte sind mit 31 Prozent deutlich häufiger nicht an Weiterbildung interessiert als Elementarpädagog:innen mit 20 Prozent. Am höchsten ist das Interesse bei pädagogischen Fachkräften für Klein- kindgruppen; in dieser Kohorte haben lediglich 14 Pro- zent der Befragten grundsätzlich kein Interesse an frei- willigen Weiterbildungen angegeben.
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